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JOHANNES GREBER, sein Leben und sein
Werk
Johannes Greber wurde am 2. Mai 1874 in Wenigerath Kreis
Bernkastel geboren. Er studierte für das Priesteramt in Trier und wurde
im Jahre 1900 zum Priester geweiht. Nicht lange nach seiner Ordination
wurde er in eine Pfarrgemeinde im Hunsrück eingesetzt. Die Bewohner
dieser Gegend waren arm. Es waren fast alle Kleinbauern. Auch war der
Boden sehr unerträglich. Sehr viele dieser Menschen waren an Tuberkulose
erkrankt und dazu waren sie fast ganz ohne Pflege. Der nächste Arzt war
fast 40 km entfernt.
Pfarrer Greber
erkannte das harte Leben dieser Menschen und hatte Mitleid mit ihnen. Es
dauerte nicht lange bis er ein Selbsthilfesystem einrichtete. Er traf
Vorkehrungen mit den Leitern von Krankenhäusern in den nächsten Städten
für die Ausbildung junger Mädchen seiner Pfarrei als Krankenschwestern:
(Schnellkurse). Nach deren Ausbildung war es möglich, den kranken seiner
Gemeinde Pflege und Hilfe zu geben. Diese arme abgelegene Gegend war ja
ganz ohne ärztliche Hilfe.
Pfarrer Greber hatte
sehr viel Wissen über Naturheilkunde und deren Anwendung. Er gebrauchte
Heilkräuter und andere natürliche (Kneipp) Anwendungen für die Kranken.
Die neuausgebildeten Krankenschwestern waren gerne bereit ihren Nachbarn
und Mitmenschen zu helfen. Er selbst besuchte die Kranken beständig. Er
gab den Kranken die Hand zur Begrüßung und legte die andere Hand auf die
Stirne des Kranken um festzustellen, ob der Kranke Fieber hätte. Von
Heilkraft war ihm damals noch nichts bekannt. Doch sandte er immer ein
stilles Gebet zu Gott, "Er möge den Kranken heilen". Zu seiner
Bewunderung stellte er immer wieder fest, daß er die Kranken in einem
besseren Zustand verließ, als er diese angetroffen hatte. Keine Stunde
während des Tages oder in der Nacht war für ihn unpassend. Für ihn, war
es eine seiner größten Pflichten; den kranken in ihrer Not beizustehen,
und ihnen Mut zuzusprechen. Nach einigen Jahren war die so stark
verbreitete Tuberkulose in seiner Pfarrgemeinde verschwunden.
Pfarrer Johannes
Greber war für seine Gemeinde sowie auch für die Bewohner der
umliegenden Ortschaften der große Helfer geworden. In allen Lagen, in
allen Beziehungen, sogar in Rechtssachen wurde er in Anspruch genommen.
Immer war es ihm möglich die rechten Lösungen der Probleme und
Angelegenheiten seiner Mitmenschen zu finden. Wenn die Kuh oder das Kalb
eines Bauern krank wurde hat man ihn gerufen. Immer war er fähig, auch
den Tieren zu helfen. All dies läßt mit Deutlichkeit erkennen; daß er
immer von oben inspiriert war.
Als die Glocken zur
Mobilmachung läuteten - im August 1914 - war er sehr besorgt und
beunruhigt: Im selben Moment hatte er eine Vision. Er sah wie in einem
Film Tausende halbverhungerte Kinder vor sich. Eine Hand deutete mit dem
Finger auf die vielen Kinder und eine Stimme sprach die Worte: "Das ist
deine Arbeit:" Die Bedeutung dieser Vision wurde ihm erst ein paar Jahre
später verständlich, als die große Hungersnot in Deutschland kam. Selbst
in der ländlichen Gegend seiner Pfarrei wurden die Lebensmittel immer
weniger. Und bald sah er die unterernährten Kinder in Wirklichkeit vor
sich: Von Tag zu Tag wurde die Not größer. Er suchte Abhilfe zu schaffen
und kam zu dem Entschluß, die hungernden Kinder zur Erholung nach
Holland zu schicken. Dort war keine Hungersnot.
Der nächste Schritt
war zu dem Bischof seiner Kirche dem er seinen Plan, die Kinder nach
Holland zu Schicken, vorlegte. Der Bischof lehnte aber seinen Plan als
undurchführbar ab. Pfarrer Greber ging nun sofort nach der nächsten
Stadt, um dort der Stadtbehörde seinen Plan zu unterbreiten, aber auch
ohne Erfolg: Zuletzt wandte er sich an den Staat und auch hier bekam er
kein Verständnis für seinen Plan. Man sagte ihm; daß sein Plan Utopien
wären. Er war wohl sehr enttäuscht über die Antworten, die man ihm gab,
aber geschlagen war er nicht. Er fuhr nun sofort nach Holland; um die
Sache mit Seelsorgern der verschiedenen christlichen Kirchen ebenso mit
einem Rabbiner zu besprechen. Als der Letztere erfuhr, daß Pfarrer
Greber den Kindern helfen wollte; ganz gleich welcher Religion sie auch
angehören mögen, sagte der Rabbiner sofort zu. Er versprach, daß er 25
Kinder aufnehmen wolle und diese in seiner Gemeinde unterbringen würde.
Mit dieser ersten Zusage ging er wieder zurück zu den ersten beiden, ein
katholischer und ein evangelischer Pfarrer; die ihm vorher eine glatte
Absage gegeben hatten. Als der Priester jetzt erfuhr, daß der Rabbiner
25 Kinder unterbringen würde, sagte er sofort, er würde 50 Kinder
unterbringen. Mit der zweiten Zusage ging er nochmals zu dem
evangelischen Pfarrer, der nun auch versprach, 50 Kinder unterzubringen.
der Anfang war nun gemacht.
Pfarrer Greber fuhr
voller Freude in seine Heimat zurück. Dort suchte er in der Stadt und
Umgebung die Schwächsten der unterernährten Kinder aus und brachte diese
125 Kinder als erste nach Holland. Eine Bevorzugung wegen
Religionszugehörigkeit gab es bei ihm nicht. An verschiedenen Bahnhöfen
in Holland warteten Priester, Pastoren sowie auch der Rabbiner mit den
neugefundenen Pflegeeltern, um die Kinder abzuholen. Schon bei dieser
ersten Ankunft der Kinder erfuhr Pfarrer Greber, daß noch viele andere
Familien sich bereiterklärt hatten auch erholungsbedürftige Kinder
aufzunehmen. So geschah es ohne Unterbrechung. In etwas mehr als 2
Jahren brachte dieser Helfer der Menschheit eigenhändig mehr als 14.700
halbverhungerte Kinder der nach Holland. Oft gab er seinen letzten
Pfennig her, um Bahnfahrkarten zu kaufen. Nach Kriegsende im Jahre 1918
war er immer noch am Werk, seinen Mitmenschen zu helfen. Schon vor dem
Krieg hatte er einen ganz vorbildlichen Hilfsbund gegründet. Unermüdlich
arbeitete er da für die Armen. Diese Arbeit nahm seine ganze Freizeit in
Anspruch.
Im Spätsommer des
Jahres 1923 kam ein ihm fremder Mann in das Büro des Hilfsbundes, der
ihn zu einem Privatgottesdienst einlud. Nachdem er zuerst zögerte, ließ
er sich doch Überreden, und ging hin, um die ganze Sache als etwas Übles
zu verwerfen. Doch was er hier hörte, waren keine weltlichen Ansichten.
Ein Bote Gottes sprach zu ihm und erklärte ihm die wahre Lehre von Jesus
Christus und wie diese im Laufe der Zeit von Menschen ganz entstellt
wurde. Er bekam unzählige beweise, daß das, was er hier hörte, von
allergrößter Wichtigkeit war. Jedes Wort, das der Bote Gottes ihm sagte,
schrieb er sofort stenographisch nieder, um es später zu überprüfen. Auf
Grund dieser Offenbarungen trennte sich Pfarrer Johannes Greber von
seiner Kirche und widmete sich ganz dem Hilfsbund.
Vier Jahre später
wanderte er nach Amerika aus. Hier gründete er mehrere Gebetsgruppen und
erhielt noch viele Beweise für die Richtigkeit der früher erhaltenen
Aufklärungen. Jahrelang hatte er Heilgottesdienste in New York sowie
auch in seinem Hause in Teaneck, N.J., abgehalten. Gott wirkte
unzählige Wunderheilungen durch Pfarrer Greber. Sogar Blinde wurden
geheilt nach Handauflegen und Gebet. Wären alle diese Wunderheilungen
niedergeschrieben worden; die durch ihn gewirkt wurden, dann könnte man
ein großes Buch darüber schreiben. Während seiner Freizeit verfaßte er
das Buch, "Der Verkehr mit der Geisterwelt" in dem all die
Aufklärungen wiedergegeben werden, die ihm von Boten Gottes geoffenbart
wurden.
Später übersetzte er
das NEUE TESTAMENT aus den ältesten griechischen Manuskripten, die ihm
ausnahmsweise von Museen geliehen wurden. Alle unklaren Stellen wurden
ihm von Boten Gottes gezeigt, damit er diese berichtigen konnte.
Am 31. März 1944, eine
halbe Stunde nach einer seiner längsten Predigten in New York, wurde er
ganz unerwartet abgerufen von dieser Welt. Seine Mission auf dieser Erde
war, der irrenden Menschheit den Weg zur Wahrheit zu zeigen, um sie Gott
näher zu bringen.
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